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Gründungslotsinnen

Damit es nicht bei der Geschäftsidee bleibt

Löhne

Geld verdienen mit Schafskuscheln? Oder mit Makramee- und Blumenarrangements als Event-Workshops? Geht das? Durchaus. Gründungslotsinnen helfen Landfrauen beim Schritt in die Selbstständigkeit.

Annegret Schwegmann

Sandra Smeyts züchtet Gotlandschafe und denkt sich immer wieder neue Events aus. Foto: privat

Die drei Frauen freuen sich, plaudern und ­lachen. Jeder von ihnen ist anzusehen, wie sehr sie es genießen, sich nach Monaten wiederzusehen. Auf dem Bildschirm zwar nur in einer Videotelefonie, doch die ist allemal besser, als gar nichts voneinander zu hören. Da ist Barbara Baratie, die Unternehmensberaterin, die dem Landfrauenverband ehrenamtlich als Gründungslotsin zur Verfügung steht. Und da sind Sandra ­Smeyts und Mareike Hübner, zwei von mehreren Frauen, die Barbara Baratie im vergangenen Sommer gecoacht hat. „Wie geht es euch?“ Die Frage erübrigt sich im Prinzip. Die beiden Jungunternehmerinnen wirken zuversichtlich – und das, obwohl Corona ihre Geschäftsmodelle gerade wieder einmal ausgebremst hat. Wenn alles so wäre, wie es sein sollte, würde Sandra Smeyts gerade neue Kurse auf ihrem Hof planen. Schafskuscheln beispielsweise mit ihren wolligen Gotländern, Fotoshootings, was auch immer. Die Landfrau aus Issum ist ausgesprochen erfinderisch, wenn es darum geht, ihren Gotlandschafen, die so liebenswürdig ­verschlafen aus ihren schmalen Augen ­blicken, zu neuen menschlichen Kontakten zu verhelfen. Und Mareike Hübner? Sie würde wahrscheinlich gerade mit Kunden durch ihren Garten spazieren, der eigentlich kein Garten, sondern ein Park ist, und das hören, was ihr immer gesagt wird, wenn Fremde das Gelände der Alten Gärtnerei in Löhne kennenlernen: „Ihr Garten ist ja ein Paradies!“ Und das ist er mit seinen Sinnes- und Erlebnisinseln auf 6000 Qua­drat­metern tatsächlich.

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