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Dax

Frankfurter Börse lässt schwachen Wochenbeginn hinter sich

Frankfurt/Main (dpa)

Mit Kursgewinnen hat der Dax am Dienstag auf Signale Moskaus für eine mögliche Entschärfung des Ukraine-Konflikts reagiert.

Von dpa

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums zieht Russland Truppen im Süden und Westen in die Kasernen zurück. Auf dem Aktienmarkt reagierten Anleger erleichtert. Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda sprach von einem großen Schritt in die richtige Richtung. Der Dax gewann am Nachmittag 1,62 Prozent auf 15.358 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte rückte um 1,89 Prozent auf 33.351 Punkte vor. Das Leitbarometer der Eurozone, der EuroStoxx 50, gewann 1,4 Prozent.

Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten hellten sich im Februar auf, wie das Stimmungsbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW zeigte. Allerdings hatten Experten mit einer freundlicheren Entwicklung gerechnet. «Marktteilnehmer hoffen darauf, dass die Corona-Einschränkungen bald gelockert werden und sich die wirtschaftlichen Perspektiven bessern», kommentierte die Helaba. Zwar sorge der Ukraine-Konflikt für Unsicherheit, dennoch steige der Druck auf die Europäische Zentralbank, von ihrer extrem lockeren Geldpolitik allmählich abzurücken.

Auf Erholungskurs schwenkten die Aktien von Delivery Hero gemeinsam mit anderen deutschen Online-Werten. In der Vorwoche hatte der Essenslieferdienst den Aktienkurs mit einem düsteren Ausblick in Turbulenzen gebracht. Am Dienstag gewannen die Titel fast 12 Prozent. Es wurde zudem bekannt, dass Konzernchef Niklas Östberg am 10. Februar für fast 14 Millionen Euro Aktien von Delivery Hero kaufte, was als Vertrauensbeweis in das Unternehmen gewertet werden könnte.

Aktien aus den Branchen Auto, Chemie und Industrie waren unter den Favoriten. Thyssenkrupp-Papiere etwa holten an der MDax-Spitze mit einem Kurssprung von gut 8 Prozent ihre Verluste vom Wochenauftakt auf.

In der Chipbranche sorgte die milliardenschwere Übernahme der israelischen Firma Tower Semiconductor durch den US-Konzern Intel für gute Stimmung. Zudem verwiesen Händler auf die im Dezember weltweit besser als erwartet ausgefallenen Halbleiter-Umsätze. Infineon-Anteilsscheine profitieren von dieser Nachrichtenlage mit einem Plus von zweieinhalb Prozent und Aixtron mit einem Aufschlag von 4 Prozent.

Der Euro erholte sich von seinen Verlusten zum Dollar. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1358 Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1316 Dollar festgesetzt.

Auf dem Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,08 Prozent am Vortag auf 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,31 Prozent auf 141,02 Punkte. Der Bund-Future sank zuletzt um 0,44 Prozent auf 164,58 Zähler.

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