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Weltverbrauchertag 2021

Konsumenten-Rechte im Fokus

Die Umstände des Konsums haben sich im letzten Jahr verändert, doch für Verbraucher ist es wichtig, einen Überblick über ihre Rechte zu behalten. Der Weltverbrauchertag soll diesbezüglich informieren, denn bei Internetbestellungen oder Urlaubs-Stornierungen gibt es diverse Verbraucher-Fallen.

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Auch wenn Reisen wieder möglich ist, sollten sich Urlauber trotzdem absichern. Foto: picture alliance/dpa/dpa-tmn | Arne Immanuel Bänsch

Welche Rechte habe ich, wenn meine Reise aufgrund eines erneuten Lockdowns storniert wird? Wie schütze ich mich als Käufer im Internet, wenn die örtlichen Läden im Lockdown schließen? Solche Fragen sollen anlässlich des Weltverbrauchertages am Montag, 15. März, in den Fokus gerückt werden. Die deutschen Verbraucherzentralen fordern eine Abschaffung der Vorkassenpraxis bei Reisen, denn viele Verbraucher würden noch immer auf Rückerstattungen von abgesagten Flugreisen aus dem vergangenen Jahr warten.

Verbraucherzentrale NRW blickt auf Reisen in der Pandemie

Mittlerweile sind Reisen zwar eingeschränkt möglich, aber nach wie vor nicht empfohlen: Das Robert-Koch-Institut hatte am vergangenen Freitag Mallorca und die anderen Balearen-Inseln von der Risiko-Liste genommen und das Auswärtige Amt die Reisewarnung zurückgezogen; daraufhin waren viele Flüge ausgebucht. Vor diesem Hintergrund gibt die Verbraucherzentrale NRW auf ihrer Internetseite Tipps zur Reiseplanung in Pandemie-Zeiten. Man solle sich vor Reisebeginn über die Situation im Urlaubsland informieren. Liegen "außergewöhnliche, unvermeidbare Umstände" vor, die die Reise erheblich beeinträchtigen, könne eine Pauschalreise kostenlos storniert werden. Bei einzeln gebuchten Reiseleistungen bestehe ein Recht auf kostenfreie Stornierung nur dann, wenn es vertraglich vereinbart wurde.

Im Lockdown: Gefahr durch Fake-Shops im Internet 

NRW-Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser möchte am Weltverbrauchertag den Blick auf Fake-Shops lenken. In solchen werden Produkte oft besonders günstig angeboten, nach geleisteter Vorauszahlung wird dann teilweise minderwertige Ware verschickt, die nicht der im Angebot beworbenen Qualität entspricht - oder auch einfach gar nichts geliefert. Wollen Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Rechte durchsetzen und beispielsweise den Kaufvertrag widerrufen, ist die Verkäuferin oder der Verkäufer häufig nicht mehr zu erreichen. Ein Impressum auf der Website ist oft nicht vorhanden oder fehlerhaft. In einer Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz fordert Heiner-Esser Betroffene auf, jeden Betrugsfall bei der Polizei anzuzeigen. Belege des Bestellvorgangs sollten gesichert werden.

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