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US-Arbeitsmarkt trotzt Omikron-Welle

Washington (dpa)

Die Corona-Pandemie hatte die Wirtschaft der USA besonders hart getroffen. Doch seit einiger Zeit geht es wieder bergauf mit dem US-Jobmarkt - das gilt auch trotz der jüngsten Omikron-Welle.

Von dpa

Joe Biden, Präsident der USA, spricht im Weißen Haus über den Arbeitsmarktbericht von Januar. Foto: Carolyn Kaster/AP/dpa

Der US-Arbeitsmarkt hat die Erwartungen im Januar trotz der Omikron-Welle deutlich übertroffen.

Sowohl die Beschäftigungs- als auch die Lohnentwicklung überraschte die Finanzmärkte. Dies geht aus den am Freitag veröffentlichten Daten des US-Arbeitsministeriums hervor. Die Entwicklung dürfte die Erwartungen auf Leitzinserhöhungen durch die US-Notenbank verstärken. US-Präsident Joe Biden äußerte sich zufrieden. Er sprach von einem «außergewöhnlichen» Jobreport und «historischen» Fortschritten auf dem Arbeitsmarkt seit seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr. «Amerika ist wieder an der Arbeit», sagte Biden im Weißen Haus.

Außerhalb der Landwirtschaft kamen zu Jahresbeginn 467.000 Arbeitsplätze in den USA hinzu. Experten hatten im Schnitt mit 125.000 gerechnet. Außerdem wurde der Beschäftigungsaufbau in den beiden Vormonaten um insgesamt 709.000 Stellen nach oben revidiert.

Stundenlöhne steigen

Zudem beschleunigte sich die Lohnentwicklung. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,7 Prozent. Das ist der stärkste Zuwachs seit Mitte 2020. Im Dezember hatte der Zuwachs 5 Prozent betragen. Im Monatsvergleich stiegen die Stundenlöhne um 0,7 Prozent. Beide Entwicklungen lagen über den Erwartungen von Analysten.

Die Arbeitslosenquote legte hingegen erstmals seit einem halben Jahr wieder zu. Im Monatsvergleich stieg sie um 0,1 Punkte auf 4 Prozent. Es ist der erste Anstieg der Quote seit Juni. Dass die Quote trotz einer steigenden Beschäftigung zulegt, liegt auch daran, dass Arbeitnehmer vermehrt auf den Arbeitsmarkt zurückkehren. Wegen der Pandemie hatten sich viele zurückgezogen.

Die Augen richten sich jetzt wieder auf die US-Notenbank. Sie signalisierte zuletzt eine Zinserhöhung für die Sitzung im März. Dies wäre die erste seit Beginn der Pandemie. Neben der Inflation schaut die Fed auch stark auf den Arbeitsmarkt.

Biden äußerte sich insgesamt zufrieden über den Trend der vergangenen Monate. Millionen Jobs seien neu geschaffen worden, die Arbeitslosenrate sei deutlich gesunken, Kinderarmut drastisch reduziert worden, das Wirtschaftswachstum sei das stärkste in Jahrzehnten. Doch auch trotz der historischen wirtschaftlichen Fortschritte in den vergangenen Monaten gebe es aber noch viel zu tun, räumte er ein. Die Corona-Pandemie hatte die Wirtschaft der Vereinigten Staaten besonders hart getroffen.

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