1. www.wn.de
  2. >
  3. Welt
  4. >
  5. Die-ko-runde
  6. >
  7. Marokko vor «mentaler Herausforderung»: Wollen alles geben

  8. >

Spiel um Platz drei

Marokko vor «mentaler Herausforderung»: Wollen alles geben

Al-Chaur (dpa)

Als Halbfinalverlierer das Spiel um Platz drei vorzubereiten, ist keine einfache Aufgabe. Vor allem eine «mentale», sagt der marokkanische Trainer. Viele seiner Spieler sind angeschlagen.

Von dpa

Marokkos Trainer Walid Regragui und Spieler nach dem Abpfiff. Foto: Robert Michael/dpa

Das Los des Halbfinalverlierers trug Walid Regragui mit Fassung. Es half ja nichts.

«Nach einer Niederlage ist es schwierig, für die Zukunft zu planen», sagte der marokkanische Nationaltrainer nach dem unglücklichen 0:2 in Al-Chaur gegen Weltmeister Frankreich. Am Samstag können die Nordafrikaner, die furios als erste Auswahl ihres Kontinents so weit durch die K.o.-Phase gekommen waren, im Spiel gegen Kroatien WM-Platz drei erreichen.

«Es wird eine mentale Herausforderung, wir haben viele verletzte Spieler», sagte Regragui: «Wir wollen gewinnen.» Der 47-Jährige kündigte aber auch an, jenen Spielern Einsatzzeit zu verschaffen, die bislang bei der Fußball-WM in Katar hatten zuschauen müssen. «Wir brauchen einige Zeit, um uns zu erholen, dann werden wir das Spiel angehen. Wir wollen Dritter werden, um unser Land stolz zu machen», sagte der Trainer. 

Die Marokkaner hatten am Mittwoch bereits kurz vor und während der ersten Halbzeit ihre beiden Stamminnenverteidiger Nayef Aguerd (West Ham United) und Kapitän Romain Saiss (Besiktas Istanbul) ersetzen müssen. Nach der Pause konnte auch der angeschlagene Bayern-Profi Noussair Mazraoui nicht mehr weiterspielen.

Zum Schluss blickte Regragui über die WM hinaus. «Wir müssen in Afrika regelmäßig solche Leistungen zeigen, wenn wir wollen, dass Marokko auf der Fußball-Landkarte ist», sagte der Ex-Profi. «Wir wollen uns für jede WM qualifizieren, damit es für die Menschen in Zukunft normal ist. Wir haben viel erreicht, wir haben gezeigt, dass wir mit den Top-Teams mithalten können. Wir müssen das regelmäßig zeigen und beweisen, dass es kein Zufall war.»

Startseite