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Nachrichten aus Katar

Notizen von der Fußball-Weltmeisterschaft

Doha (dpa)

Unterhaltsames von der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar.

Von dpa

Nach seinem Tor zum Ausgleich gegen Wales ging es mit Papa George, derzeit Präsident Liberias, zum Abendessen: US-Spieler Timothy Weah jubelt. Foto: Tom Weller/dpa

Abendessen:

Dieses Tor musste noch mal gefeiert werden. Der frühere Weltfußballer und derzeitige Präsident Liberias, George Weah, hat sich zum Abendessen mit seinem Sohn Timothy getroffen. «Proud Daddy» («Stolzer Papa») schrieb er bei Twitter zu einem Bild mit dem in New York geborenen Stürmer der amerikanischen Nationalelf. Dieser hatte die USA beim 1:1 im Gruppenspiel gegen Wales in Führung gebracht und sein Vater es im Stadion live mitverfolgt. Weah senior war 1995 Weltfußballer. Ein WM-Start blieb ihm aber stets verwehrt, Liberia hat noch nie an einer Endrunde teilgenommen.

Löffel abgegeben:

Und plötzlich schlug der Sicherheitsdetektor an. Die große Wasserflasche, die Powerbank, ein Kabel? Nein, es war ein kleiner Teelöffel, den das Sicherheitspersonal bei einem Journalisten beim Zugang zum Mediencenter der Japaner störte. Metall ist demnach nicht erlaubt, hieß es von einem Security-Mann. Der Reporter musste seinen Löffel abgeben und durfte ihn Stunden später beim Verlassen des Geländes an gleicher Stelle wieder abholen.

Video:

Das eindrucksvolle Video von der Nominierung des WM-Kaders von Uruguay, in dem Fans Trikots und damit die Namen der ausgewählten Stars präsentierten, war auch kurz vor dem Auftaktspiel gegen Südkorea noch einmal Thema. Als Trainer Diego Alonso von einem asiatischen Reporter danach befragt wurde, erklärte der Coach: «Das war eine großartige Arbeit unserer Marketingabteilung», sagte er. Nun sei man aber hier und habe eine andere Aufgabe. Man wolle das Land bei der WM auf dem Platz repräsentieren.

Saudische Prophezeiung:

Das muss man sich auch mal trauen. Lionel Messi frech auf den Rücken klopfen und dann das mit auf den weiteren Weg geben: «Ich habe ihm gesagt, dass sie nicht gewinnen werden», erklärte Saudi-Arabiens Nationalspieler Ali Al-Bulayhi. Recht behielt er mit seiner Aussage, passenderweise nach dem Tor zum 2:1 gegen die Argentinier, bei dem es am Ende auch blieb.

Argentinischer Trost:

Wie verarbeitet man so eine Schmach? Als WM-Mitfavorit angereist, nach einem Spieltag in einer nur mäßig starken Gruppe Letzter. Weine nicht um Argentinien? Nein. Beim Training am Tag nach der bitter-blamablen 1:2-Pleite der Mannschaft um Lionel Messi gegen Saudi-Arabien ließ die Sportzeitung «Olé» die internationalen Medien am Rande des Rasens auf dem Campus der Universität von Katar die Lage einordnen. Von Dänemark über Mexiko und Brasilien bis Italien würden sie immer noch nicht verstehen, was da passiert sei, hieß es im Bericht. Und erst recht nicht in Argentinien selbst.

Extrameter:

Das Innenleben eines Stadions ist nicht gerade unkompliziert. Die zahlreichen Gänge gleichen manchmal einem Dschungel. Allein die Interview-Zone nach einem Spiel geht oft um mehrere Ecke und ist mehr als 50 Meter lang. Jesper Lindström vermaß das unfreiwillig genau nach dem dänischen Auftakt gegen Tunesien. Als er alle Fragen beantwortet hatte, schlurfte der Profi von Eintracht Frankfurt einfach weiter durch die Mixed Zone. Erst, als er am Ende angekommen war, rief ihm seine Pressesprecherin zu, dass dies die falsche Richtung sei und er zurückkommen müsse. Peinlich berührt, aber grinsend schritt Lindström also nochmal an der versammelten Weltpresse vorbei - zum richtigen Ausgang.

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