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Medienprojekt Klasse!: Anmeldung läuft bis zum 1. Oktober

Ein Beitrag zur Demokratieförderung

Vor Corona war vieles anders. Da haben wir Klassen, die mit uns die Welt der Zeitung im Rahmen unseres Medienprojektes Klasse! entdeckt haben, besucht. Analog. In der Schule. Dort haben wir gemeinsam in die Zeitung geschaut. Persönlich. In Pandemie-Zeiten mit Wechselunterricht und Homeschooling – einfach nicht mehr möglich. Kein Druckhaus-Besuch, keine Schüler-Pressekonferenz. Unser Klasse!-Projekt hat trotzdem funktioniert. Anders als sonst. Vor allem flexibler in der Logistik – und digitaler.

Von Doerthe Rayen

Eintauchen in die Welt der Nachrichten: Marlene und Anton finden die Yango-Seite spannend. Foto: Jürgen Christ

Statt gedruckter Zeitung haben viele Klassen mit uns das ePaper gelesen. Besuche wurden virtuell umgesetzt. Das funktionierte gut. Vor allem virenfrei. Von Everswinkel ist es nur ein Klick bis Gronau. Grundschüler wurden mit Dozenten der WWU Münster verbunden: Die Kinderuni und Klasse! haben virtuell gemeinsame Sache gemacht. Klasse! lief. Corona zum Trotz.

380 Klassen haben mit uns und unserer Zeitung im zurückliegenden Schuljahr die Welt der Nachrichten entdeckt. Auch im just angelaufenen Schuljahr bieten wir uns als Partner in Sachen Medienkompetenz-Training an. In komplizierten Pandemie-Zeiten hält das Medienhaus Aschendorff an seinem Projekt fest – genauso wie unsere Partner: die Sparkasse Münsterland Ost, die Sparkasse Westmünsterland und die LBS West.

Anmeldephase für das Schuljahr 2021/2022 läuft bis zum 1. Oktober

In diesen Tagen läuft die Ausschreibung für Klasse!. Interessierte Lehrerinnen und Lehrer können sich bis zum 1. Oktober mit ihren Klassen zur Teilnahme anmelden. Wie sich die Pandemie im bevorstehenden Herbst und Winter entwickelt, wissen wir nicht. Klasse! macht aber alles mit – das wissen wir.

Zielgruppen sind wie üblich die vierten Jahrgänge der Grundschulen und die Stufen sieben bis neun der weiterführenden Schulen. Bis zu vier Wochen wird die Zeitung in die Schule geliefert. Das erste Projekt-Intervall beginnt am 22. November. Bis zum Schulende im nächsten Juni stehen 19 Zeiträume zur Auswahl. Wer Corona-unabhängig mit der Zeitung arbeiten möchte, kann das ePaper mit seiner Klasse lesen. Vor dem Projektstart bieten wir einen Workshop an, in dem wir die Möglichkeiten des digitalen Mediums vorstellen.

Die Förderung von Medienkompetenz und das Erkennen von Fake News sind Anliegen unseres Projektes. Kommunikationswissenschaftler wie Prof. Dr. Volker Gehrau von der WWU Münster sehen aber nicht nur den pädagogischen Auftrag, sondern auch einen Nutzen für die gesamte Gesellschaft. „Solche Projekte fördern den Umgang mit der Tageszeitung, einem Medium, das für unsere Demokratie wesentlich ist“, sagt der Experte.

Prof. Dr. Volker Gehrau

Dieser Aspekt liegt Dr. Eduard Hüffer ganz besonders am Herzen: Eine lebendige Demokratie, so betont der Geschäftsführer von Aschendorff Medien, entstehe nicht von allein. „Sie muss von den Menschen getragen und geschützt werden.“ Für eine demokratische Willensbildung und Entscheidungsfindung seien seiner Ansicht nach unabhängige Informationen unverzichtbar. „Deshalb schützt das Grundgesetz die Pressefreiheit und verbietet die Zensur.“

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