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Begegnungszentrum Sprickmannstraße

Hohe Kinderarmut in der Schleife

Münster-Kinderhaus

Mitten im Wohnquartier Brüningheide, das 1971 bis 1974 gebaut wurde, liegt das Begegnungszentrum Sprickmannstraße. In den 1250 Wohnungen der Schleife leben rund 3200 Menschen. 85 Prozent von ihnen haben eine Migrationsbiografie. Die Kinderarmutsquote im Quartier beträgt 70 Prozent, Kinder und Jugendliche machen rund 35 Prozent der Einwohner aus. Über 50 Nationalitäten sind vertreten.

Katrin Jünemann

In den 1250 Wohnungen des Wohnquartiers Brüningheide leben rund 3200 Menschen. Anlaufstelle für viele ist das Begegnungszentrum Sprickmannstraße. Foto: mfe

Das Begegnungszentrum Sprickmannstraße koordiniert und begleitet rund 50 verschiedene Angebote für Jung und Alt im Wohngebiet und kann sich dabei auf die Unterstützung von über 100 ehrenamtlichen Helfern verlassen, „von denen viele als Brückenpersonen in ihre jeweiligen Gruppen mit Migrationsvorgeschichte wirken“, erläuterte Thomas Kollmann, hauptamtlicher pädagogischer Leiter im Begegnungszen­trum und als Lehrbeauftragter für Stadtteilarbeit an der katholischen Hochschule Münster tätig.

Er koordiniert die Angebote. Aktuell gebe es ehrenamtliche Helfer aus der Türkei, Russland, Kasachstan, Turkmenistan, Eritrea, Somalia, Niger, Guinea, Afghanistan, Iran, Aserbaidschan, Vietnam, Polen, England, Mazedonien, Kosovo, Serbien, kurdischen Gebieten, aus den arabischen Staaten und aus Syrien.

Auch viele Deutsche wirken mit: „zumal auch bei den Menschen mit Migrationsvorgeschichte etwa jeder Zweite einen deutschen Pass hat“, so Kollmann. Besonders bei den Lesepaten-Projekten helfen aber auch viele einheimische Kinderhauser mit.

Das Ziel der Stadtteilarbeit formuliert Thomas Kollmann so: „Die vorhandenen Potenziale werden genutzt, Selbstorganisation und Selbsthilfekräfte gefördert. Sie orientiert sich an den Bedürfnissen der Menschen. Materielle Unterstützungen wie Lebensmittel über die Münster-Tafel, Suppenküchen oder Second-Hand-Kleidung und Möbelbörsen sind durchaus gefragt, aber die Menschen sollen so unterstützt und qualifiziert werden, dass sie nach gegebener Zeit ohne Transferleistungen auskommen.“

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